Fotos liebevoll in Szene setzen

Familie Windhut hat auf einer Familienfeier viele Fotos gemacht: von den Kindern beim Spielen und der Verwandtschaft. Onkel Thomas hat sich zur Belustigung aller Kaninchen Fritz auf den Kopf gesetzt. Die Kinder lachten sich kringelig. Natürlich wurde auch das fotografisch festgehalten. Alles in allem eine gelungene Feier und eine wunderbare Erinnerung in Form der Fotos. Hoffentlich würden sie schnell per Post kommen.

Der Tag kam; die Fotos lagen im Briefkasten. Voller Freude wurden sie herumgezeigt und die Erinnerungen aufgefrischt. Doch dann. Oje!

Was macht man denn mit 100 Abzügen? Natürlich in der kleinsten Größe: 10x15cm oder sogar 9x13cm. Viel zu klein um sie gekonnt an der Wand in Szene zu setzen. Sollte man sie tatsächlich in der Bildertasche im Schrank lagern? Womöglich vergessen. In 3 Jahren wieder hervorholen, nur um sie dann wieder nur kurz durchzusehen und wegzulegen? Eigentlich ja schade um die schönen Momente.

Kennst Du das? Hast Du Fotos, die im Schrank vor sich hingammeln? Oder gar auf dem PC? Der Berg wächst täglich und je mehr sich ansammelt umso weniger Lust hast Du?

Damit Dir das nicht mehr passiert, habe ich hier 4 Tipps für Dich:

  1.   Weniger ist mehr!

Dies ist wirklich der allerwichtigste Punkt von dem Ganzen! Wir neigen leider dazu, in allen Bereichen unseres Lebens von allem zu viel zu haben oder haben zu wollen. Der Grund hierfür ist oft, dass man sich gar nicht so die Gedanken darüber macht. Oder vielleicht denkt, man verpasst was. Oder sich denkt, es fehle einem etwas, wenn man dieses oder jenes nicht hat.

Leider passiert dann folgendes: Du überflutest Dein Leben. Der Berg an diesem und jenen wächst und Du fühlst Dich gedanklich schwer. Von allem zu viel – wie soll man das alles denn bewältigen? Und so ist Dein Unterbewusstsein mit den falschen Dingen beschäftigt und die richtigen liegen lange brach und müssen warten bis sie an der Reihe sind. Womöglich nie.
Deswegen heisst meine Devise: weniger ist mehr. Mach Dich frei(er).

Zurück zum Thema: Wenn Du nicht aufhörst, solchen Mengen an Fotos zu produzieren, wird sich nicht viel ändern.
Keine Bange. Das schaffst Du aber leicht. Du musst es nur beschließen – eine feste Absicht daraus machen. 🙂

  • 2015-028-Melanie-Paul-Fotografie-Erwachsenenfotografie-Kinderfotografie– Nimm Dir wirklich Zeit; auch auf einer großen Feier.
    – Überlege Dir vorher was mit den Fotos passieren soll.
    – Knipse nicht wahllos drauf los: Entscheide ganz bewusst.
    – Beobachte die Menschen, die Du fotografieren willst.

Sind sie gerade in ein Gespräch vertieft oder sogar in Gedanken: unterbreche diese nicht für ein Foto. Nimm genau diesen Moment auf. Das sind Fotos mit Wert. Besonders bei Kindern.
Wir alle kennen die „Cheese-Fotos“. Plötzlich hat man nicht mehr das eigene Kind vor sich. 🙂  Dann doch lieber spielende Kinder, oder verträumte, oder nachdenkliche: ausdrucksstarke Fotos, die an der Wand enorme Wirkung erzielen.

Ich selbst fotografiere meine Kinder nur 1x im Jahr bewusst und aufwendiger. Das sind meine Fotos von Wert (ich weiß natürlich auch, dass das jeder anders sieht; deswegen spreche ich hier gerade nur von meinen Vorstellungen). Einen Großteil davon lasse ich entwickeln und die kommen an die Wand – entweder gerahmt oder einfach ohne; oder in eine Fotobox. Das sind die Fotos, die ich in 10 Jahren oder 20 noch lieben werde.

2015-027-Melanie-Paul-Fotografie-Erwachsenenfotografie-KinderfotografieSei so frei und bestimme den Wert Deiner Fotos nach Deinem Geschmack. Halte Dich dennoch an die Regel „weniger ist mehr“ und frage Dich schon vorher was genau Du damit machen möchtest: ein Album, Verschenken, Einrahmen usw.
Das hilft Dir, Dich besser auf Dein Ziel zu konzentrieren und nicht „sinnlos“ zu knipsen.


2.   Die Größe macht es!

Auch hier geht es darum schon vorher genau zu überlegen was mit den Fotos passieren soll.
Bewusst zu entscheiden, ob sie in ein Album oder großformatig in einem Rahmen aufgehängt werden sollen.

Für ein Album, ganz klar, braucht es ein kleineres Format. 9×13 cm oder 10×15 cm passt hier ganz gut. Auch 13×18 cm ist bestens geeignet, wenn man auf jede Seite nur ein Foto zeigen möchte. Perfekt.

Gerahmt: das ist schon schwieriger. Ganz kleine Formate sind da wenig geeignet, denn das Bild geht leider an der riesigen Wand unter. Man hat DEN Moment aufgenommen; aber die Wirkung ist gleich Null. Deswegen empfehle ich hier, wenn Bilder in einem kleinen Format an die Wand sollen:

Häng sie in Gruppen auf!53000_haengung_boliageometrisch

Für gerahmte Bilder empfehle ich 13×18 cm oder größer. Aber auch dann gilt: Eine besondere Wirkung erzielt man mit einer Gruppe von Bildern.

Ich habe hierzu einen wirklich tollen Beitrag von Schöner-Wohnen gefunden: Wände-mit-Bildern-dekorieren

Besonders gut gefällt mir diese Variante:

Unbenannt-2

Versuche auch einmal unkonventionelle Formate. Ich liebe quadratisch: 20×20 cm oder 40×40 cm. Wie wäre es noch großformatiger? Bestens! Da kann nichts mehr schiefgehen.

Hier einige Links, wo man Rahmen kaufen oder erstellen lassen kann:

Halbe-Rahmen

Habitat

IKEA

Boesner Forstinning Rahmenwerkstatt

Segmüller bietet auch Rahmen und Rahmungen jeglicher Art an.

Quelle Bilder: www.schoener-wohnen.de


3.    Fotoboxen

Oh, die liebe ich. Aber da müssen die Bilder eine Besonderheit aufweisen, damit es richtig chic aussieht. Aber seht selbst:

2015-025-Melanie-Paul-Fotografie-Erwachsenenfotografie-Kinderfotografie2015-026-Melanie-Paul-Fotografie-Erwachsenenfotografie-Kinderfotografie

Fotoboxen sind ideal, um doch eine größere Menge formschön aufzuheben, um sie jederzeit zum Zeigen hervorzuholen (Denke jedoch an die weniger-ist-mehr-Regel.).

Da hat man doch plötzlich richtig Lust darauf, sie hervorzuholen. Und es sieht nicht nur chic aus; die Bilder sind auch vor Umwelteinflüssen und Schmutz/Staub geschützt. Hast Du schon einmal eine Bilderbox verschenkt, statt dem obligatorischen Bilderrahmen? Nein! Dann wird es Zeit. 🙂

Fotoboxen von Semikolon
oder hier
Torquato

Natürlich kannst Du jederzeit bei Google nach anderen Fotoboxen suchen. Auswahl gibt es reichlich.
Oder noch einfacher: Gehe in die Schachtelwerkstatt in Erding und lass sie Dir Maßschneidern. 🙂  Dort gibt es auch Fotoalben, Geschenkboxen und andere schöne Dinge aus Papier.


Hahnemu¦êhle_Photo-Rag-®-Baryta-400x5654.     Fine-Art-Prints

Fine-Art-Prints sind vielleicht noch nicht sooo bekannt. Was ist das überhaupt?

Fine-Art-Printing bezeichnet das Drucken eines Fotos oder Bildes in möglichst hoher Qualität bezüglich Druckauflösung, Langlebigkeit der Druckfarben und des Druckmediums.

Der Anspruch an die Qualität richtet sich also nicht an das Motiv – das kann Kunst sein, muss aber nicht – sondern an die Qualität der Wiedergabe.

Synonyme zum Begriff des Fine-Art-Prints sind übrigens „Pigmentprint” und „Giclée”-Druck (sprich „schi-klee“).

Quelle: www.neumann-print.com

Diese können, müssen aber nicht, gerahmt an die Wand. Ich habe hierzu schon einmal einen Artikel verfasst. Ich habe einen Print auf einer MDF-Platte angebracht: Klick. Da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Lass Deiner Kreativität einfach einmal freien Lauf.
Ich liebe das Besondere daran: die Haptik, die Qualität, der Style. Alles was nicht ins Schema passt, finde ich gut. Wie ist das bei Dir?

Melanie Paul Kinderfotografie 2014 124

Fine-Art-Prints kann man aber auch selbst drucken. Das ist ein wenig aufwendiger und teurer, aufgrund des speziellen Papiers.

Findest Du Dich wieder in den oben genannten Zeilen? Mit welchen Foto-Problemen hast Du zu kämpfen? Wie hast Du Dein Problem gelöst?
Kennst Du eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Fotos, die Du mit den anderen Lesern teilen möchtest?

Antworte einfach unter dem Artikel in einem Kommentar.
Viele Grüße, Melanie